Rat beschließt den Bebauungsplan Nr. 792/O für das Los 1 des REME-Areals

Eine Grundschule, eine Kita und innenstadtnahes Wohnen – noch dazu alters- und familiengerecht und zu 20 bis 25 Prozent sozial gefördert. All das soll im Stadtteil Lürrip entstehen, genauer gesagt auf Los 1 des sogenannten REME-Areals. Den dazugehörigen Bebauungsplan (B-Plan) Nr. 792/O hat der Rat in seiner Sitzung Mitte September beschlossen. Nun wird ein Teil der Wohnungsbaugrundstücke auf Los 1 von der städtischen Entwicklungsgesellschaft (EWMG) entwickelt und anschließend vermarktet.

Das Plangebiet umfasst im Südwesten die Flächen des ehemaligen Produktionsstandorts Ost der Firma Pollrich zwischen Lohstraße, Fleenerweg und Compesmühlenweg. Im Nordosten, auf der anderen Seite des Compesmühlenwegs, gehören zudem die Flächen rund um die katholische Kirche St. Mariä Empfängnis bis hin zur Neusser Straße dazu. Prägend für die räumliche Aufteilung des Gebiets wird eine von Südwesten nach Nordosten verlaufende Achse sein. Sie bildet eine begrünte Wegeverbindung, entlang derer sich drei Parkanlagen sowie die sozialen Nutzungen auf dem Areal erstrecken sollen, also eine neue Grundschule, eine neue Kita, die bestehenden kirchlichen Nutzungen und gegenenfalls. betreutes Wohnen.

Gerahmt wird diese Achse im südlichen Teil von neuen Wohngebieten mit zwei- bis dreigeschossigen Wohngebäuden. Den Abschluss des Gebiets zur Neusser Straße und zur Lohstraße sollen gemischt genutzte Gebäude bilden, in denen zur Belebung der neuen Wegeverbindung und des Zentrums von Lürrip zum Beispiel kleine Ladengeschäfte im Erdgeschoss betrieben werden könnten. Je nachdem, wie viele Wohngebäude als freistehende Einfamilienhäuser, Doppelhäuser oder Mehrfamilienhäuser errichtet werden, sind im Plangebiet auf städtischen und privaten Flächen zwischen 100 und 150 Wohneinheiten möglich. „Die Pläne auf dem Los 1 des ehemaligen REME-Areals stehen für modernes, bezahlbares, familien- und generationenfreundliches Wohnen – und das in einer guten Stadtlage und einem ansprechenden Wohnumfeld. Der Weg ist frei für ein tolles neues Quartier“, freut sich Oberbürgermeister Felix Heinrichs.

Entwickeln und vermarkten wird das Areal die EWMG. Dazu werden in den nächsten Monaten die notwendigen Erschließungsarbeiten durchgeführt, also Wege und Kanäle gebaut, Leitungen verlegt etc. Während für das geplante Mehrfamilienhaus am Compesmühlenweg per Ausschreibung ein Investor gesucht werden soll, werden die Grundstücke für Einzelhäuser und Doppelhaushälften ab Mitte 2024 in die Einzelvermarktung gehen. Damit Mönchengladbacherinnen und Mönchengladbacher aus verschiedenen Lebensverhältnissen zum Zuge kommen, plant die EWMG erneut eine Vermarktung über mehrere, unterschiedliche Verfahren.

Über das REME-Gelände

Die ehemaligen Ausbesserungswerkstätten der Britischen Rheinarmee (REME) und die ehemalige Cellulose-Füllstoff-Fabrik Rettenmaier wurden im Jahr 1992 aufgegeben. Das führte zur brachgefallenen, als „REME-Gelände“ bezeichneten Fläche, die um eine alte Gewerbefläche nördlich des Fleenerwegs ergänzt wurde. Als städtebauliche Landmarke und Reminiszenz an die frühere militärische Nutzung bleiben wesentliche Elemente der 190 Meter langen Panzerhalle sowie das Kesselhaus mit Schornstein erhalten. Zentrales Element der Entwicklung ist zudem die Renaturierung des Gladbachs im Süden des Plangebiets. Das rund 15 Hektar große Areal wird in drei Teilschritten („Losen“) entwickelt. Im Los 2 sind die Rückbauarbeiten der Altgebäude durch die Stadt bereits abgeschlossen. Damit ist in diesem Teilbereich Platz für ein lebendiges Quartier mit rund 300 vielfältigen Wohneinheiten geschaffen, das die Instone Real Estate Development realisieren soll.

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Christina Schnoklake
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